Die 10:1-Faustregel
Eine weit verbreitete Faustregel besagt, dass ein QR-Code mindestens ein Zehntel so breit sein sollte wie der Abstand, aus dem er gescannt wird. Ein aus 1 Meter Entfernung gelesener Code sollte etwa 10 cm breit sein, ein aus 5 Metern gelesenes Plakat etwa 50 cm. Das ist ein Ausgangspunkt, keine Garantie, weil Beleuchtung, Kameraqualität und Codedichte die tatsächliche Grenze verschieben.
- Gescannt aus 30 cm: etwa 3 cm
- Gescannt aus 1 m: etwa 10 cm
- Gescannt aus 3 m: etwa 30 cm
- Gescannt aus 10 m: etwa 1 m
Die Modulgröße zählt mehr als die Gesamtgröße
Was eine Kamera tatsächlich auflösen muss, ist jedes Modul, also die einzelne dunkle oder helle Zelle. Zwei Codes in gleicher Breite können sich sehr unterschiedlich scannen lassen, wenn der eine 25 Module pro Seite hat und der andere 57. Je weniger Module ein Code hat, desto kleiner lässt er sich drucken und desto weiter entfernt lässt er sich lesen.
Kurze Daten sind der einfachste Weg, die Modulzahl zu verringern. Eine kurze URL, eine niedrigere Fehlerkorrekturstufe, wo die Einstellung es erlaubt, und keine unnötigen Parameter senken die Version und machen jedes Modul größer.
Kleiner Druck und praktische Untergrenzen
Für Gegenstände im Nahbereich wie Visitenkarten und Produktetiketten gilt etwa 2 cm als häufig genanntes Minimum für eine kurze URL. Dichtere Codes brauchen mehr Platz, und sehr kleine Drucke hängen außerdem von der Auflösung des Druckers und dem Papier ab. Lass auf jeder Seite immer die Ruhezone von vier Modulen frei, die zusätzlich zur eigenen Breite des Codes hinzukommt.
Die einzige verlässliche Kontrolle ist ein Probedruck, der mit mehreren Smartphones in der echten Entfernung und im echten Licht gescannt wird. Teste sowohl mit einem älteren als auch mit einem neuen Smartphone.