Scannen mit der Smartphone-Kamera
Die meisten Smartphones scannen QR-Codes direkt in der Kamera-App. iPhones können das seit iOS 11 im Jahr 2017, und die meisten aktuellen Android-Smartphones tun es in der Kamera-App oder über Google Lens. Richtet man die Kamera auf den Code, erscheint meist ein Banner oder eine Schaltfläche mit dem dekodierten Link.
Viele andere Apps haben einen eigenen Scanner, zum Beispiel Messenger-, Banking- und Bezahl-Apps. Diese reagieren oft nur auf Codes, die für die jeweilige App gedacht sind, etwa eine Zahlungsaufforderung oder einen Anmeldecode.
Wie ein Scanner einen Code dekodiert
Ein Scanner sucht zuerst die drei Suchmuster, um den Code, seine Ausrichtung und seine Ecken zu finden. Dann gleicht er Winkel und Perspektive aus, tastet jedes Modul als dunkel oder hell ab und liest die Formatinformationen, um Fehlerkorrekturstufe und Maske zu erfahren. Nachdem er die Maske entfernt und Fehler korrigiert hat, wandelt er die Daten wieder in Text, einen Link oder eine andere Nutzlast um.
Deshalb sind guter Kontrast, eine freie Ruhezone und Module wichtig, die für den Kameraabstand groß genug sind. Alles, was die Suchmuster verdeckt oder das Raster verwischt, erschwert jeden dieser Schritte.
Vorschau prüfen, bevor man öffnet
Die meisten eingebauten Scanner zeigen den Link oder die Domain an, bevor sie ihn öffnen. Diese Vorschau ist der beste Moment, um zu prüfen, wohin ein Code führt. Wirkt die Domain unbekannt, falsch geschrieben oder passt sie nicht zu dem Ort, an dem der Code hängt, öffnet man ihn besser nicht. Manche Scanner-Apps öffnen Links automatisch, wodurch diese Prüfmöglichkeit entfällt.
- Die Domain lesen, nicht nur die ersten Zeichen
- Bei Kurzlinks aus unbekannter Quelle vorsichtig sein
- Auf einer Seite, die man über einen unerwarteten Code erreicht hat, keine Passwörter oder Zahlungsdaten eingeben