Was ein EPC-QR-Code ist
Mit einem EPC-QR-Code lässt sich eine SEPA-Überweisung durch Scannen statt Tippen starten. Er ist in einer Richtlinie des European Payments Council (EPC) definiert und erscheint auf Rechnungen, Nebenkostenabrechnungen und Spendenaufrufen im gesamten Euroraum. In Deutschland und Österreich ist er als GiroCode weithin bekannt.
Das Scannen des Codes füllt nur das Überweisungsformular in der Banking-App des Zahlers aus. Der Zahler prüft die Angaben weiterhin selbst und autorisiert die Zahlung auf dem üblichen Weg seiner Bank, der Code bewegt also von sich aus kein Geld.
Was der Code enthält
Anders als EMV-Zahlungscodes ist ein EPC-QR-Code reiner Text mit einem Feld pro Zeile in fester Reihenfolge. Eine typische Nutzlast für die Rechnung einer Bäckerei wären die Zeilen BCD, 002, 1, SCT, ein optionaler BIC, der Name Bäckerei Ahornstraße, die IBAN, EUR12.30, ein optionaler Verwendungszweckcode und dann entweder eine strukturierte Gläubigerreferenz oder ein freier Verwendungszweck. Die gesamte Nutzlast darf höchstens 331 Bytes umfassen.
- Service-Tag: BCD
- Version: 002 (001 ist die ältere Version, die einen BIC verlangt)
- Zeichensatz: 1 für UTF-8
- Kennung: SCT (SEPA-Überweisung, SEPA Credit Transfer)
- BIC (in Version 002 innerhalb des EWR optional), Name des Begünstigten (bis zu 70 Zeichen), IBAN
- Betrag in der Form EUR12.30, optionaler Verwendungszweckcode
- Strukturierte Referenz oder unstrukturierter Verwendungszweck (nur eines von beiden), optionaler Hinweis an den Zahler
Hinweise zum Drucken
Die Richtlinie empfiehlt die Fehlerkorrekturstufe M, die Robustheit und Codegröße ausbalanciert. Weil die Nutzlast recht lang ist, ist ein EPC-QR-Code dichter als ein einfacher Link und sollte auf einer Rechnung nicht zu klein gedruckt werden. Viele Banking-Apps im Euroraum können ihn lesen, doch die Unterstützung unterscheidet sich je nach Bank und Land.